Welt 10.07.2026
20:40 Uhr

Becken in Washington wird ausgepumpt – Olympionike weist Vorwurf absichtlicher Beschädigung zurück


Donald Trump verordnete dem Becken am Lincoln Memorial „Amerikanisches Flaggen-Blau“ – nun blühen Algen, die Farbe platzt ab, Arbeiter pumpen das Wasser erneut ab. Ein früherer Olympia-Teilnehmer wehrt sich vor Gericht gegen den Vorwurf des Vandalismus.

Becken in Washington wird ausgepumpt – Olympionike weist Vorwurf absichtlicher Beschädigung zurück

Die mit Problemen behaftete Renovierung des Wasserbeckens am Lincoln Memorial durch US-Präsident Donald Trump zieht sich weiter hin. Arbeiter fingen am Freitag damit an, das Wasser aus dem sogenannten Reflecting Pool wieder abzupumpen. Innenminister Doug Burgum hatte die Arbeiten zuvor in einem Gespräch mit der Podcast-Moderatorin Katie Miller angekündigt. Das Wasser war schon einmal abgepumpt worden, nachdem Trump im Frühjahr angekündigt hatte, er wolle das Becken verschönern und die Renovierung vor dem 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der USA am 4. Juli abschließen. Trump ordnete an, dass der Boden des Wasserbeckens mit einer Farbe bemalt wird, die er als „Amerikanisches Flaggen-Blau“ bezeichnete. Zunächst stellte Trump in Aussicht, dass das Ergebnis der Renovierung 100 Jahre halten würde. Doch schon innerhalb weniger Wochen nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im Juni gab es eine Algenblüte und Teile der neuen Beschichtung schienen sich vom Boden des Wasserbeckens zu lösen. Trump machte für Letzteres Vandalismus verantwortlich. Am Donnerstag wies der frühere Olympia-Teilnehmer David Hearn vor Gericht Vorwürfe der absichtlichen Beschädigung des Beckens zurück. Dieser habe „während einer Radtour angehalten, kurz ein Stück abblätternde Beschichtung der 16 Millionen Dollar teuren Renovierung berührt und es losgelassen, als ihn ein Parkmitarbeiter dazu aufforderte“, berichtete der politische Kommentator Mario Nawfal auf der Plattform X. Daraufhin sei Hearn fünf Stunden lang von Nationalgardisten festgehalten worden. Kritiker der Trump-Regierung betrachten die Ermittlungen gegen Hearn als Missbrauch der Staatsgewalt. Hearn werde zum Sündenbock für schlechte Renovierungsarbeiten gemacht. Burgum sagte in dem Interview, dass das Wasser im Becken möglicherweise noch Überreste einer Feuerwerksshow vom Unabhängigkeitstag Anfang Juli beherberge. Nachdem die Schäden durch den angeblichen Vandalismus behoben seien, solle erneut Wasser ins Becken gelassen werden.